


Der dänische Pianist und Komponist Søren Bebe zählt zu den profilierten Stimmen des zeitgenössischen europäischen Jazz. Seine Musik verbindet skandinavische Klangästhetik mit großer melodischer Klarheit, meditativer Ruhe und subtilen Grooves. Immer wieder werden dabei Parallelen zu Künstlern wie Tord Gustavsen und dem verstorbenen Esbjörn Svensson gezogen.
Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht das Søren Bebe Trio, das er 2007 gründete. Gemeinsam mit dem dänischen Bassisten Kasper Tagel und dem norwegischen Schlagzeuger Knut Finsrud hat Bebe eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt: atmosphärisch und zurückhaltend, zugleich intensiv und voller erzählerischer Tiefe.
Dabei lebt die Musik nicht von virtuoser Selbstdarstellung, sondern vom Zusammenspiel der drei Musiker. Melodien dürfen sich entfalten, Stille wird Teil der Musik, und aus feinen rhythmischen Impulsen entstehen immer wieder überraschende Spannungsbögen. Das Ergebnis ist Jazz, der unmittelbar zugänglich sein kann und dennoch bei jedem Hören neue Details offenbart.
In den vergangenen Jahren hat sich das Søren Bebe Trio weit über Skandinavien hinaus einen Namen gemacht. Zu den bisherigen internationalen Stationen zählen das London Jazz Festival, South by Southwest (SXSW) in den USA, das Hong Kong Jazz Festival, das Jarasum Jazz Festival in Südkorea, Jazz au Chellah in Marokko sowie SESC São Paulo in Brasilien.
Auch digital erreicht die Musik längst ein internationales Publikum: Über verschiedene Streaming-Plattformen hinweg verzeichnet das Trio mehr als eine Million Plays pro Monat und ist auf bedeutenden Jazz-Playlists von Spotify und Apple Music vertreten.
2027 markiert einen besonderen Meilenstein: Das Søren Bebe Trio feiert sein 20-jähriges Bestehen und veröffentlicht im Januar sein zehntes Studioalbum.
Das neue Werk knüpft an die Entwicklung der vergangenen Jahre an. Here Now aus dem Jahr 2023 wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und für einen Danish Music Award nominiert. 2026 folgte Gratitude – ein Album, das die charakteristische Ästhetik des Trios besonders eindrucksvoll auf den Punkt bringt.
Mike Gates von UK Vibe bezeichnete Gratitude als ein außergewöhnlich ausgewogenes und stilschönes Album, das trotz seiner Zurückhaltung tief nachwirke, und bewertete es mit fünf von fünf Sternen. Der deutsche Kritiker Jochen König schrieb:
„Eines der schönsten akustischen Jazz-Werke in diesem Jahr.“
Mit dem neuen Album schlägt das Trio nun ein weiteres Kapitel seiner Geschichte auf. Die Musik blickt zurück auf zwei Jahrzehnte gemeinsamer Entwicklung und zugleich nach vorn – auf neue musikalische Wege und Begegnungen.
Begleitet wird die Veröffentlichung von Konzerten in Europa, bei denen das Trio seinen charakteristischen, intimen Sound auf die Bühne bringt.



